Talk

Off the beaten tracks

mit Anne Kahn, Pyranja, Sookee, Quio, Amewu (alle Berlin)

Sa 12.11.2011
16.30h
Eintritt frei

Hip Hop selbst hat zahlreiche Übersetzungen und Transformationen durchlebt. Jenseits von ‚two turntables and a microphone‘ haben sich Musiker und Rapper unter Einbeziehung einzelner Techniken des Hip Hop auf produktive Abwege begeben.

Es soll exemplarisch eine Bandbreite jenseits der gängigen Klischees und des Mainstream-Rap präsentiert werden, die offen ist für thematische und stilistische Grenzgänger: Welchen Hip Hop gibt es wo? Wie klingen die Beats? Wie fließen Reime in dieser oder jenen Sprache? Welche Gegenbewegungen gibt es zu den sehr problematischen Dimensionen des Hip Hop, Fundamentalismus und Frauenfeindlichkeit? Wie klingt HomoHop? Wo sind die Hip Hop Avantgarden? Wo vermischen sich musikalische Stile?

Host: Johannes Salim Ismaiel-Wendt

Teilnehmer

Amewu wurde 1983 in Berlin geboren. Erste Kontakte mit Hip Hop hatte er in der Schule wo er mit Free-styling und dem Texten begann. Wichtige Quelle der Inspiration ist seine Verbindung zu West Coast-Untergrundbands wie Living Legends oder Project Blowed.

Anne Khan Die Tochter eines Pakistaners und einer Deutschen ist Sängerin der Band „A.M.T.“ und ist Mitgründerin des Labels „BRD BASSS Records“. Außerdem schreibt Anne Khan Drehbücher und textet für diverse Musikmagazine.

Im Jahr 2000 hatte Pyranja an der Seite von Curse, DCS, Tefla & Jalell and Lenny auf der „Feuerwasser“-Tour ihren Durchbruch. Mittlerweile ist sie als Radiomoderatorin, Rapperin, DJane und Betreiberin von „Pyranja Records“ deutschlandweit bekannt.

Quio ist Rapperin/Sängerin und lebt und arbeitet in Berlin. Stilistisch bewegt sie sich zwischen den Genres, Hip Hop, Clicksn Cuts. Pop- und Clubmusik prägen ihre Musik.

Johannes Salim Ismaiel-Wendt beschäftigt sind in seinen wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten mit dem ästhetischen Spektrum der elektronischen Musik. Der studierte Kultur- und Musikwissenschaftler ist zudem akademischer Berater für das Global Prayers Projekt am Haus der Kulturen der Welt und Co-Autor des „Translating Hip Hop“-Konzepts.

Die Berliner Rapperin Sookee kritisiert in ihren Texten hierarchische und normative Strukturen. Neben ihrer Musik hält sie auch Vorträge zu u.a. (Hetero-)Sexismus im Hip Hop und beschäftigt sich mit den subversiven und progressiven Potentialen von Subkulturen.