Musikbesessenheit

Music Fatalities

So 18.12.2005
17h
Eintritt: 8 €, ermäßigt 5 €, für eine Vorführung: 5 €, ermäßigt 3 €
Deborah Schamoni, Glamour Girl, Copyright: Promo

Ist Musik ein Mittel, mit der Lebensrealität in Israel fertigzuwerden? Und kann sie zu einer ‚Völkerverständigung’ beitragen oder vertieft sie im Gegenteil sogar die Gräben des Hasses? Vier Filme und ein Gespräch mit Melissa Logan von „Chicks on Speed“, Björn Döring, künstlerischer Leiter des Musik-Festivals popdeurope, und Julien Salemkour, Dirigent an der Staatsoper Berlin und Mitarbeiter von Daniel Barenboim.


17 h

Glamour Girl

Dokumentarfilm von Deborah Schamoni, Israel 1999, 4.10 min

Videoclip der Avantgarde-Popband, „Chicks on Speed“ in Israel: Mal schnipseln sie ihre Kostüme, mal stehen sie im Toten Meer.


Wir können nur den Hass verringern

Dokumentarfilm von Paul Smaczny , Deutschland 2004, 90 min

Der Film begleitet das israelisch-palästinensische East-Western Divan Orchestra sowie seine Gründer Daniel Barenboim und Edward Said beim ersten Treffen in Weimar, bei Auftritten auf großen Bühnen und dem Besuch in Ramallah, bei den Gesprächen neben den Konzerten. Es entstehen Bilder, die von der Begeisterung für die Musik genauso erzählen wie von Vorurteilen - und wie sie langsam aufbrechen.


19 h

Channels of Rage

Dokumentarfilm von Anat Halachmi , Israel 2003, 70 min, OmeU

Subliminal nennt sich ein zionistischer Rapper, von dem es heißt, er habe „die hebräische Sprache neu erfunden“. Sein Freund Tamer, „israelischer Araber“, ist ein charismatischer Newcomer. Doch der Glaube an die einende Kraft des Hip-Hop geht den beiden schnell verloren. Während Subliminal sich der politischen Rechten nähert, wächst Tamers Popularität beim arabischen Publikum, seine soziale Botschaft weicht einer pro-palästinensischen nationalen Agenda.


Jericho’s Echo - Punk Rock in the Holy Land

Dokumentarfilm von Liz Nord , USA, 2005, 75 min. Video, OmeU

Einen Teil der Woche verbringen diese jungen Israelis in der Kaserne, den anderen in den Punk-Clubs. In einer Gesellschaft, in der schwierige Themen gerne umgangen werden, schreien Bands mit Namen wie „Lo Kosher“ („Nicht koscher“) ihre Wahrheit heraus - über Besatzung, Krieg und eine Jugend, die genug davon hat, in Angst und Schrecken zu leben.