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Asien
Iran
Konzert
Entfernte Nähe
O-Hum
Eintritt: 13 , ermäßigt 10
16.04.2004
20:00
Kult, Popkultur, Wahrnehmung
Entfernte Nähe
mit After-Show-Talk, moderiert von Werner Bloch

O-Hum ist das persische Wort für Illusion. Und als Illusion hat sich der Glaube erwiesen, ein Crossover aus Texten des berühmten persischen Dichters Hafez und westlicher Rockmusik würde offizielle Gnade finden. Im Jahr 1998 gegründet, wurde O-Hum mit einer Mischung aus teils mitreißenden, teils melodisch sanften Rocksounds in kurzer Zeit zur Kult-Band junger Iraner. Die Band erhielt aber weder das Recht, öffentlich aufzutreten, noch eine CD zu produzieren. Einzig das Internet und ein "privates" Konzert in einer Russisch-Orthodoxen Kirche von Teheran bewahrten sie vor dem Verstummen. Im Juli 2002 löste sich die Band jedoch auf, zwei ihrer drei Mitglieder gingen nach Kanada. Inzwischen ist Bandgründer Shahram Sharbaf nach Iran zurückgekehrt und führt das Projekt "Illusion" unbeirrt weiter. Der Auftritt in Berlin ist ein Revival der besonderen Art: Zusammen mit dem ursprünglichen Bassisten von O-Hum und weiteren Musikern liefert Sharbaf den Beweis, dass die Qualität der Musik letztlich mehr wiegt als ideologische Reinheitsgebote.