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Asien
Iran
Lesung
Entfernte Nähe
Karawanserei
Marjan Shirmohammadi, Teheran
Eintritt: 4 , ermäßigt 2,50
02.05.2004
17:00
Armut, Marginalisierung, Urbanität
Entfernte Nähe
Durch die Augen des fünfzehnjährigen Abbas betrachtet Marjan Shirmohammadi das Leben in einem armen Stadtviertel. Eine alte Karawanserei wird zur Bühne für Filmaufnahmen, die der Jugendliche zunächst heimlich beobachtet. Die ebenso fremde wie schillernde Filmwelt wird für Abbas zum willkommenen Fluchtpunkt. Dort kann er sich seinem tristen und gewalttätigen Zuhause entziehen.
Die durch eine klare und einfache Sprache charakterisierten Erzählungen der 30-jährigen Marjan Shirmohammadi spiegeln das Lebensgefühl der iranischen Mittelschicht wider und erzählen häufig von Menschen vor entscheidenden Veränderungen in ihrem Leben. Die schlichten wie einfühlsamen Erzählungen entwickeln eine Atmosphäre voller Einsamkeit und Furcht vor dem Unbekannten und Neuen.
Shirmohammadi, die auch als Schauspielerin und Theatermacherin Erfolge in Iran feiert, wurde 2002 von der Golschiri-Stiftung als beste Debüt-Autorin in der Kategorie Kurzprosa ausgezeichnet.

BIOGRAFIE:
Marjan Shirmohammadi wurde 1973 geboren. Sie begann ihre künstlerische Laufbahn als Malerin, ist in Iran aber hauptsächlich als Schauspielerin aus zahlreichen Kinofilmen und Fernsehserien bekannt. Seit 1996 ist sie zudem als Theaterregisseurin tätig. Nach mehreren Theaterstücken hat sie 2002 einen Band mit Kurz-geschichten, „ba’d az âshab“ (Nach jener Nacht) veröffentlicht, der noch im gleichen Jahr von der renommierten Golschiri Stiftung als bestes Debütwerk in der Kategorie „Kurzprosa“ ausgezeichnet wurde. Sirmohammadi lebt mit ihrem Mann und Sohn in Teheran.

BIBLIOGRAFIE:
ba’d az âshab (Nach jener Nacht), Erzählungen, 2002