Kulturaustausch via Internet - Chancen und Strategien
Netz-Forum des Hauses der Kulturen der Welt, Berlin

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Einblicke in die Debatte:  8. Juli - 29. August 1999

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Die Sommerferien in der nördlichen Hemisphäre führten zu einem zeitweiligen Nachlassen der Aktivität in unserem Forum. Dennoch beteiligten sich vom 8. Juli bis zum 29. August 25 Mitglieder mit 38 Beiträgen an der Debatte, aus der wir - wie üblich - thematisch geordnete Auszüge bringen:

Projekte

Erneut wurde über eine Reihe interessanter Projekte unterschiedlicher Art informiert. Hier kurze Zusammenfassungen:

Alicia Haber 1) aus Uruguay präsentierte das von ihr geleitete "Virtuelle Kunstmuseum El País" (MUVA). Es ist seit Mai 1997 im Netz und soll "die Kunst eines kleinen lateinamerikanischen Landes" wahrnehmbar werden lassen. Ausgehend von der Idee, "das Web als ein Ausstellungsmedium zu nutzen, das die Museumserfahrung aufnimmt", haben vier Architekten eigens dafür ein "virtuelles" Gebäude entworfen, d.h. die Besucher sollen sich durch dessen dreidimensional erscheinende Räume wie in einem "richtigen" Museum bewegen. "Die Konstruktion eines realen Kunstmuseums, wie die hervorragenden der Ersten Welt, hätte die ökonomischen Möglichkeiten Uruguays überschritten. ... Ebensowenig hat Uruguay das Budget, um mehrere Wanderausstellungen pro Jahr zu organisieren, und das ist einer der Gründe, weshalb viele Menschen nichts über die uruguayische Kunst wissen." Bei der Konferenz "Museums and the Web" im April 1998 in Toronto erhielt das MUVA einen von sechs Preisen, die an Online-Museen aus aller Welt vergeben worden sind.
[http://www.diarioelpais.com/muva]

Sabine Bitter 2) informierte über die Website "But Is it Politics? Circulating Ideologies and the Bloc of Art". Das Projekt, bei dem das politische Potential von Kunst untersucht wird, ist von ihr und Helmut Weber während eines Stipendiatenaufenthalts am Banff Centre for the Arts in Kanada (Oktober - Dezember 1998) initiiert worden. Auf der Site sind Statements und Werke der beteiligten Künstlerinnen und Künstler veröffentlicht.
[http://www.lot.at/politics/]

Oliver Grau 3) schrieb über sein Forschungsprojekt "Kunstgeschichte und Medientheorie(n) der virtuellen Realität" am Kunsthistorischen Institut der Berliner Humboldt-Universität. "Die primäre Aufgabe des kunsthistorisch orientierten Projektes besteht in der Untersuchung und Systematisierung historischer Verwendungsformen der Virtuellen Realität und der Frage nach den Methoden und künstlerischen Strategien, mit denen die Betrachter ins Bild gezwungen werden."
[http://www.arthist.hu-berlin.de/arthistd/mitarbli/og/og.html]

Als Nachtrag zur Debatte über Aboriginal Art kündigte Amanda McDonald Crowley 4), Direktorin des ANAT (Australian Network for Art and Technology), die First National Indigenous Summer School in New Media Arts an, die vom 5. bis 23. Juli in der Visual Arts School der Northern Territory University in Darwin stattfand. Das Projekt wurde in Abstimmung mit dem New Media Arts Fund und dem Aboriginal and Torres Strait Islander Arts Board of the Australia Council speziell für indigene australische Künstler entwickelt und von Brenda L. Croft (Gurindji) geleitet. Zur Teilnahme sind 14 Künstlerinnen und Künstler ausgewählt worden.
[http://www.anat.org.au/ - siehe Projects]

In einem späteren Posting wies McDonald Crowley 5) auf "Resistant Media" hin, ein von ihr kuratiertes Web-Ausstellungsprojekt. Jeder Teilnehmer arbeitet dabei mit verschiedenen Strategien der Online-Technologien. Teil des Projekts ist eine Diskussionsliste, in der es u.a. um Kunst und Internet und die gemeinsame Entwicklung taktischer Medienstrategien geht.
[http://www.anat.org.au/resistant-media]

Natalia Blanch 6) beschrieb die Global Women Project Exhibition. Die Ausstellung, im Juni 2000 in White Columns in New York, soll eine Künstlerin aus jedem Land der Welt vorstellen. Geleitet wird sie von Prof. Claudia DeMonte, University of Maryland at College Park. Blanch nannte eine Reihe von Ländern, aus denen noch keine Künstlerinnen vertreten ist.

Ravi Sundaram 7) ist einer der Initiatoren des Projekts Sarai, das im Januar 1999 in Delhi gestartet wurde. Nach einer ausführlichen Einführung in die Situation der neuen Medien in Indien schilderte er die Intentionen der Projektgruppe. Durch "verschiedene Formen neuer wie auch etablierter Medienpraktiken, theoretische Interventionen, Forschung, Bildung und Aktivismus" soll mit Sarai "ein offener und lebendiger Raum für eine kühne und einfallsreiche Neukonstituierung öffentlicher urbaner Kultur, speziell im südasiatischen/asiatischen Kontext, mit starken globalen Verknüpfungen" geschaffen werden. Bei Sarai werden unterschiedliche Herangehensweisen verbunden, um die "die existierende elitäre Voreingenommenheit bei der Nutzung der neuen Medien in ... der Dritten Welt herauszufordern, indem jenem Teil des Publikums, der andernfalls von den hermetischen virtuellen Korridoren der neuen Informationstechnologien ausgeschlossen bleiben würde" Zugang zu diesen zu eröffnen. Das Projekt sei "ein wichtiger Schritt zur Schaffung eines Modells für eine gerechte Verteilung von Medien- und Kommunikationsressourcen, Zugangsmöglichkeiten und Verbindungen, zwischen den entwickelten Informationsgesellschaften ... und denen mit großem Informationsbedürfnis und geringen Informationsressourcen, wie Indien, Bangladesch, Nepal, Pakistan oder Sri Lanka". Sarai soll sowohl die lokalen Gemeinschaften und regionalen Räume erreichen als auch mit Medieninitiativen in aller Welt zusammenarbeiten und dabei nach einer "neuen Kulturpolitk" suchen. Es sei "an der Zeit, die Begriffe der Debatte an sich zu verändern und nicht nur qualitativ auszuweiten, indem der Dritten Welt darin Raum gegeben wird."

Catherine McGovern 8) gehörte zum kanadischen ISEA-Team des Workshops für Web-Kunst Dakar Web in Senegal. Jetzt sucht sie Künstler und Partnerorganisationen für ihr neues Projekt "Wireless" (Arbeitstitel). Dabei geht es um "vier jeweils einmonatige Reisen in entlegene Regionen der Welt im Jahr 2000. Die teilnehmenden Künstler werden mit dem Fahrrad reisen und mit Künstlern aus Kanada und den Gastländern sowie den Bewohnern der besuchten Regionen interagieren. Sie werden individuelle und gemeinsame, webbasierte Kunstwerke erarbeiten, wobei sie angesichts des Jahrtausendwechsels mit dem Konzept des 'Global Village' verbundene Themen untersuchen." ... "Der Internetzugang erfolgt über Handys/Satellit und alle elektrische Energie wird durch die von Muskelkraft angetriebenen Fahrräder erzeugt." Als Zielorte schweben ihr Nord-Kanada, Vietnam, Mali und Usbekistan vor.
[http://www3.sympatico.ca/~catmcg]

Peter Schneckmann 9), künstlerischer Leiter der Einrichtung für internationalen Kulturaustausch "die brotfabrik" in Frankfurt/Main, teilte McGovern mit, dass er über eine Einbeziehung ihres Projekts in das Festival "Different Colours - One Freedom" im Jahr 2000 nachdenken wird und ihren Vorschlag an andere Künstler weitergeleitet hat.
[http://www.brotfabrik.de]

In einem späteren Posting 10) bezog sich Catherine McGovern auf eine Mail mit einer Kritik ihres Projekts, die sie privat erhalten hatte. Darin schrieb man ihr, es sei typisch "westlich", zu "exotischen" Orten zu reisen, und "könnte das Geld nicht besser dafür verwendet werden, die Menschen in jenen Ländern in der Nutzung des Netzes zu unterweisen und/oder ihnen Netzzugänge zur Verfügung zu stellen?" McGovern fragte in diesem Zusammenhang: "Was sind die Implikationen, Probleme, Themen die der Idee von Organisationen oder Individuen aus dem Westen zugrunde liegen, in Entwicklungsländer zu reisen, um sich selbst in Kunstprojekte, als Mitarbeiter, Ausbilder, technische Berater etc. einzubringen?" Sie erhielt Unterstützung durch Tom Vincent 11) und Pat Binder 12).
McGovern 13) betonte in einer weiteren Mail, für diese Art von Projekten seien eine "offene Einstellung und die Überzeugung wesentlich, dass man selbst viel von den Menschen des Landes, in dem man sich aufhält, zu lernen hat."

Verbunden mit einem Aufruf zur Teilname wies Pat Binder 14) auf die Internationale Frauen-Universität (IFU) hin, die in Hannover parallel zur EXPO 2000 stattfinden wird. Sie soll 900 Studentinnen aus aller Welt Gelegenheit geben, an einem postgradualen, interdisziplinären Programm in englisch teilzunehmen. Die IFU ist an der Teilnahme von Künstlerinnen und politischen Aktivistinnen, die für NGOs arbeiten, besonders interessiert. Bewerbungen werden noch bis zum 15. Oktober 1999 angenommen.
[http://www.int-frauenuni.de]

Juan José Díaz Infante 15) informierte über "Century XXIX", eine Gruppenausstellung mexikanischer Videos der Jahre 1990-1999, die er zusammen mit Mónica Domínguez kuratierte. Sie ist bis zum 5. September im Museum für Bild und Ton in São Paulo zu sehen und wird anschließend in Buenos Aires und Ushuaia gezeigt.
[http://www.altamiracave.com]

Ricardo Iglesias 16), Student am Media Centre d'Art i Disseny (MECAD), Sabadell, Barcelona, dankte für die Kooperation bei seinem Projekt "references". Allerdings sei er noch immer auf der Suche nach Servern in Afrika, Asien und Südamerika. Entsprechende Hinweise erhielt er von Catherine McGovern 17) und Patricia Ortiz Monasterio18).
[http://www.mecad.org/net_condition]

Publikationen

In mehreren Postings wurden Publikationen zum thematischen Kontext des Forums vorgestellt, die Mitglieder der Mailingliste zur Zusammenarbeit mit Zeitschriften bzw. Webzines eingeladen und Strategien des Publizierens im Web erörtert:

José Roca 19), Leiter der Kunstabteilung der Biblioteca Luis Angel Arango in Bogotá, geht es mit seiner "Columna de Arena" (Kolumne aus Sand) darum, "dem Fehlen seriöser Kunstkritik [in Kolumbien] etwas entgegenzusetzen", indem er alle zwei Wochen via Internet eine Kolumne mit "kritische Reflexionen aus Kolumbien" herausgibt. Zunächst verschickte er sie als Emails nur an "eine Handvoll Freunde", einige Zeitungen und Kulturmagazine, wobei er den Kreis nach und nach auf ein "ernsthaftes und interessiertes" Publikum ausweitete. Er war überrascht, wie gut diese Strategie funktioniert, denn mittlerweile gehören zu seinem Verteiler mehr als 300 Personen, nicht nur in Kolumbien und in Lateinamerika, sondern auch in Ländern außerhalb der Region. Roca hob als einen Vorteil des Mediums hervor, "dass das Verhältnis Kritiker-Künstler-Leser horizontal ist, was bedeutet, dass jeder sehr schnell reagieren kann und dass die Antworten im selben Umfang und mit dem selben editorialen Status veröffentlicht werden wie der originale Artikel. Das hat verschiedene heiße Debatten ermöglicht..." Er würdigte die Bedeutung einer parallelen Webpräsenz, erstellt von Universes in Universe, was "den Leuten außerhalb Kolumbien erlaubt hat, etwas über die Columna und darüber hinaus über Aktivitäten kolumbianischer Künstler zu erfahren."
[http://universes-in-universe.de/columna/indice.htm]

Harald Friedl 20) kündigte die neue Ausgabe des Magazins "zum Thema" mit dem Schwerpunkt "Die Kunst des Reisens - moderne Flucht in virtuelle Paradiese?" an. (Nr.31, 26. Juli 1999)
[http://www.zum-thema.com/archiv/index.html]

Parallel zur Ausstellung "Alexander von Humboldt - Netzwerke des Wissens" hat das Haus der Kulturen der Welt ein umfangreiches E-Zine zum Leben und Werk des deutschen Wissenschaftlers und Forschungsreisenden veröffentlicht. Es wurde von Ute Hermanns 21), der verantwortlichen Redakteurin, vorgestellt. Dabei beschrieb sie Humboldt als "eine Figur der interkulturellen Aktivität, die mit ihrem interdisziplinären wissenschaftlichen Denken ein Vorläufer der Überwindung des Paradigmas 'Zentrum-Peripherie' war." Hermanns meinte, "wenn Alexander von Humboldt heute leben würde, wäre er von den technischen Möglichkeiten der Telekommunikation mit Internet und Email fasziniert" und erläuterte, warum seine Reisetagebücher so geeignet für dieses Medium seien.
[http://www.hkw.de/deutsch/kultur/1999/humboldt/humboldt.html]

Hassan Khan 22), Senior Editor von "Alive", präsentierte dieses "internationale, thematisch orientierte Monatsmagazin über Menschen". Die Publikation wäre ohne Internet nicht möglich gewesen, hob er hervor. "Seinen Sitz in Kairo/Ägypten zu haben, ist ein strategischer Nachteil hinsichtlich des Informationsflusses und der Kontrolle von Medien. ... Unser Budget hätte uns niemals die globale Reichweite ermöglicht, die das Internet uns gegeben hat." Er bat um Beiträge und Vorschläge, vor allem für das nächste Thema "Polizisten", wofür Polizisten in aller Welt interviewt werden sollen. (Deadline: 5. September)
[http://www.alivemag.com]

Partha Pratim Sarker 23) schickte zunächst einen Pressetext über "bYtES For aLL", eine Website und Mailingliste. Herausgeber sind Frederick Noronha, ein in Goa (Indien) lebender, freier Journalisten mit Interesse für Entwicklungsthemen, und er selbst, Webdesigner und Online-Aktivist aus Dhaka, Bangladesch. Er listete die thematischen Schwerpunkte auf und lud ein, Informationen und Links beizusteuern. Später folgte eine weitere Mail mit dem Inhaltsverzeichnis der Augustausgabe von "bYtES For aLL".
[http://www.bytesforall.org]

Von Robert Bernell 24) kam ein Newslettertext zur jüngsten Ausgabe von Chinese-art.com, die der chinesischen Kunst bei der 48. Biennale von Venedig gewidmet ist, wo der "internationale Kurator Harald Szeeman die 'chinesische Karte auspielte'". Unter den Autoren ist Britta Erickson, Mitglied unseres Forums. Sie schrieb einen Beitrag über Cai Guoqiang, der den Internationalen Preis der Biennale gewonnen hat.
[http://www.chinese-art.com]

Olu Oguibe empfahl zwei Publikationen:
"Reading the Contemporary: African Art from Theory to the Marketplace" 25), eine von ihm selbst und Okwui Enwezor herausgegebene, kritische Anthologie, die über das InIVA und MIT Press bezogen werden kann.
"Third World Wide Web" 26), eine spezielle Ausgabe von Third Text (Nr. 47, Sommer 1999), Kala Press, London. Guest Editor: Sean Cubitt

Borges, Gewalt, Erdbebenopfer

Als Olu Oguibe gerade etwas über "die Fiktion von Tradition und die unausweichlichen Gefahren der Konzepte Ursprung und Vaterland" schrieb und sich dabei erneut mit Jorge Luis Borges beschäftigte, fiel ihm auf, dass es genau der Tag des 100. Geburtstages des großen Schriftstellers ist. Er schickte sogleich eine Hommage à Borges an die Liste 27). Darin heißt u.a.: "Hinsichtlich der heutzutage immer noch an nicht-westliche Künstler gerichteten Forderung, ihre Herkunft ins Gesicht geschrieben zu tragen, sei daran erinnert, was Borges schrieb: 'Die Idee, dass argentinische Poesie voll von verschiedenen argentinischen Eigenschaften und argentinischem Lokalkolorit sein muß, scheint mir ein Irrtum zu sein.'" Oguibe fuhr fort: "Ohne Zweifel ist das ein Fehler, den viele nach wie vor machen. Borges träumte auch von einem 'Tag, an dem die Rassen und Nationen dem Vergessen anheim gefallen sein werden und die Solidarität der ganzen Menschen hergestellt sein wird.'" Er meinte dazu: "Dieser Tag ist natürlich in weiter Ferne, wie Borges selbst zubilligte, und er mag möglicherweise nie kommen. Nichtsdestotrotz ist es die Aufgabe aller Philosophie - und Prophezeiung -, diese großen Ideale, ohne die unsere Spezies keine Zukunft zu erwarten hätte, zu vertreten und ständig daran zu erinnern. Das ist die Bürde der Kultur."

Einige Mitglieder der Liste schlossen sich der Hommage an, so Tom Vincent 28) und Héctor Zetina 29). José Roca 30) zitierte eine Aussage von Borges zu Kolumbien um zu unterstreichen, wie sich die schon seit langem dramatische Situation in seinem Land in der letzten Zeit sogar noch verschlimmert hat. Roca schrieb: "Diejenigen von uns, die sich entschlossen haben, zu bleiben und weiterzuarbeiten, sind sich überaus bewußt, dass kulturelle Aktivität in unserem Land ein Akt des Widerstands ist."

Es kamen zwei weitere Beispiele für die Gewalt und Ungerechtigkeit in Lateinamerika:
Raul Ferrera-Balanquet 31) informierte über die Ermordung von Cintia Ricaldi, der Primaballerina des renommiertesten Ballettensambles von Yucatán.
Francisco Córdoba 32) leitete einen Aufruf zur Unterstützung von Ofelia Medina, einer der berühmtesten Schauspielerinnen Mexikos, weiter, die aus San Cristóbal de las Casas ausgewiesen werden soll, weil sie mit der "Sache der Zapatisten sympathisiert".

Vasif Kortun 33) vom Istanbul Contemporary Art Project schickte eine Mail mit der Bitte um Hilfe für die Erdbebenopfer in der Türkei. "Wenn ihr Zelte schicken könnt, laßt mich das bitte wissen. Aber, was ebenso wichtig ist, ich erwarte auch eure Gedanken hinsichtlich der Heilung in welcher Form auch immer..."

Pat Binder 34) nahm Bezug auf die vorangegangenen Postings, indem sie einen Artikel darüber, wie der Philosoph Benedetto Croce ein starkes Erdbeben überlebte, kommentierte. Darin wurde auch Borges zitiert, der über Croce schrieb: "Um der totalen Verzweiflung zu entgehen, beschloß er, ans Universum zu denken: ein unter Unglücklichen oft übliches und bisweilen heilsames Verfahren."

Zusammenfassung: Gerhard Haupt
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Projektleitung: Gerhard Haupt - haupt@uinic.de