Kulturaustausch via Internet - Chancen und Strategien
Netz-Forum des Hauses der Kulturen der Welt, Berlin

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Einblicke in die Diskussion (3):  03. bis 08. November 1998

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Vom 3. bis 8.November gab es folgende Beiträge zur Debatte:

Cynthia Beth Rubin beantwortete die Frage, weshalb es der ISEA (Inter-Society for the Electronic Arts) notwendig erschien, ein Komitee für Kulturell Vielfalt zu bilden, dessen Vorsitzende sie ist. "Wesentlich für jede Diskussion ist die Wahrnehmung von Künstlern und Kritikern, die jetzt ausserhalb des neu entstehenden Mainstream der Welt der elektronischen Kunst sind. Wenn sie das Gefühl haben, daß es für sie in dieser Arena keinen Platz gibt, werden sie Gruppen, wie ISEA, ignorieren, und vermeintliche Barrieren werden zu realen Hindernissen."

Aleksandra Ivir stellte Culturelink vor, das "Netzwerk der Netzwerke für Forschung und Kooperation in der kulturellen Entwicklung", das 1989 von der UNESCO und dem Europa-Rat gegündet wurde. "Eines der wichtigsten Ziele des Culturelink Netzwerks ist die Förderung regionaler, interregionaler und internationaler Forschungsprojekte, wie 'Kulturpolitik in der Welt', an dem sich die meisten Mitglieder aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika beteiligen".

Harald A. Friedl meinte: "beim Verfolgen der Diskussion habe ich einige wichtige Aspekte bemerkt, die mir auf eine falsche Weise angwendet zu werden scheinen - einige ernstzunehmende Mißverständnisse hinsichtlich der Struktur und Funktion des Internet. ... Das Bild der 'Fragilität des Internet' entspricht eigentlich nicht seiner technischen Struktur und seinem funktionalen Prozess." "Selbst wenn ich die Frustrationen interessierter oder betroffener Leute gut verstehen kann, selbst wenn plötzlich eine (wichtige?) Website verschwindet, so ist dieses Phänomen doch nur normal - oder eben typisch für das Internet: für sein permanentes Wachsen, die unendliche Entwicklung neuer Zentren, durch neue Links verbundene Webs, die kommen und gehen. Obwohl es virtuell ist, so reflektiert es doch einige sehr starke Wesenszüge der 'realen' Wirklichkeit." ... "Aber wenn eine Webpage gelöscht wird - nachdem sie von einem großen Publikum besucht wurde -, ist sie mit Sicherheit mehrfach downgeloadet worden, was heißt: die Information existiert noch irgendwo." Ergänzend zu Friedls posting haben wir seinen Artikel "Cyberparadies für Arme" veröffentlicht [http://www.hkw.de/forum/forum1/doc/text/d-friedl.html].

Olu Oguibe widersprach Friedl natürlich. "Ich bin nicht sicher, ob Herr Friedl tatsächlich mitbekommen hat, worum es mir bei meinem Kommentar über die Fragilität des Internet als Behältnis für Informationen ging." "Ironischerweise unterstützt er sogar meine Argumente..." Oguibe meinte, jeder der am Forum Beteiligten würde die von Friedl zur Klärung vermeintlicher Irrtümer umrissene, kurze Geschichte des Internet kennen, das sei also nichts neues. "... die Tatsache, daß die inhärente Fehlbarkeit des Internet 'normal' ist, ist für sich noch kein Grund, die Suche nach Mitteln aufzugeben, die bedeutende kulturelle Informationen leicht verfügbar machen." "Der Vorschlag, daß wir die Anfälligkeit wichtiger webbasierter Informationen mit Apathie behandeln sollten, weil irgendjemand sie schon downgeloadet haben wird, zeugt von einem wohl eher wenig entwickelten Verständnis des Internet-Nutzers."

Britta Erickson schrieb, dass sie seit dem Verschwinden von "Hong Kong etc." aus dem Netz, jetzt immer sofort sie interessierende Seiten ausdruckt. "Ich wünsche mir, daß Leute, die bedeutende Websites zusammenstellen, das Material auch in Form von CDRom oder Disketten für eine geringe Gebühr zur Verfügung stellen..."


Zusammenfassung: Gerhard Haupt

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Forum des Hauses der Kulturen der Welt, Berlin, zur Nutzung des Internet im Kulturaustausch mit und zwischen Afrika, Asien/Pazifik, Lateinamerika. 1998/1999

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